Rugby-Bundesliga: Vizemeister TVP nach hartem Kampf gegen TSV Handschuhsheim wieder in der Erfolgsspur zurück

Pforzheim. Mit einer großen Kampfleistung und einigen neuen Spielern, die gleich in ihrem ersten Match für den TV Pforzheim Akzente setzen konnten, hat sich der TV Pforzheim wieder als ernst zu nehmender Gegner in der Rugby-Bundesliga Süd/West zurückgemeldet. Nach der herben 17:54-Heimniederlage zum Saisonauftakt gegen die RG Heidelberg bewies der Vizemeister gegen den TSV Handschuhsheim neues Selbstbewusstsein und neuen Mut, was durch einen spät erzwungenen 34:22-Heimsieg belohnt wurde.

„Das war die Reaktion, die ich erwartet hatte. Das Team hat sich gegen aufopferungsvoll kämpfende Handschuhsheimer durchgesetzt. Dabei gab es immer Phasen im Match, in denen die Spieler Charakter zeigen und dagegenhalten mussten. Das haben sie dann auch erfolgreich getan“, freute sich TVP-Teammanager Jens Poff. Leicht fiel es den Pforzheimer „Rhinos“ aber nicht, sich gegen die „Löwen“ durchzusetzen.

Der TSV war schnell in Führung gegangen, fiel dann zwar zurück, aber eilte doch immer unermüdlich der knappen Pforzheimer Führung hinterher. Kurz vor dem Abpfiff waren die „Löwen“ nach einer Drangphase auf zwei Punkte herangekommen. Statt in Panik zu verfallen, nahm der TVP die Herausforderung an, hielt selbstbewusst dagegen und so schob der Sturm noch einmal einen letzten Versuch ins Handschuhsheimer Malfeld.

Auch wenn noch nicht alles rund lief, auch wenn man hier und da feststellen musste, dass die mannschaftliche Geschlossenheit und Routine im schnellen Kombinationsspiel noch fehlt, so scheint TVP-Coach John Willis, seit Jahren erfahren in der Integration neuer Spieler, doch bereits früh in der Saison den großen Umbruch im Team in eine gute Richtung gelenkt zu haben. Sein Credo „Im Rugby ist immer alles möglich“ scheint sich einmal mehr zu bewahrheiten.

Die frühe TSV-Führung hatten die „Rhinos“ mit einer 17:10-Halbzeitführung wieder gedreht. Dann ging es hin und her, wobei der TVP nie ganz enteilen konnte. Auf und davon gelaufen war den Handschuhsheimern allerdings in der ersten Halbzeit gleich zweimal der TVP-Neuzugang Josh Gando aus Zimbabwe. Seine beiden Versuche bewiesen aber auch, wie sehr der immer noch an seiner Verletzung aus dem DRV-Pokalfinale laborierende Tafadzwa Chitokwindo als pfeilschneller Gefahrenherd im TVP-Spiel gefehlt hat. Mit Samj Harris ist ein alter Bekannter wieder ins Pforzheimer Team zurückgekehrt, was dem Spiel neue kreative Momente und neue Ruhe verliehen hat. Die südafrikanische Verstärkung Kelvin de Bruyn konnte ebenfalls mehrmals zeigen, wie man mit seiner Übersicht, Erfahrung und Kraft die kommenden Gegner in die Knie zwingen kann. Ali Sürer hatte einen guten Tag erwischt und für überraschende Momente und einen schönen Versuch gesorgt. Carlos Soteras-Merz scheint die alte Sicherheit bei seinen Kicks zurückgewonnen zu haben.

„Diese Vorstellung macht Mut. Wir können wieder befreiter in die nächsten Spiele gehen. Und wir werden als Team noch weiter zusammenwachsen und dann wieder vorne in der Spitze angreifen“, erklärt Poff. – uh —

 

Rugby-Bundesliga Süd/West 2. Spieltag
SC Frankfurt 1880 36:11 SC Neuenheim
Neckarsulmer SU 47:27 RK Heusenstamm
TV Pforzheim 34:22 TSV Handschuhsheim
Heidelberger RK 97:3 RG Heidelberg

 

Rugby-Bundesliga Süd/West Spiele Punkte + / –
1 Heidelberger RK 2 10 +209
2 SC Frankfurt 1880 2 9 +32
3 Neckarsulmer SU 2 6 +13
4 RG Heidelberg 2 5 -57
5 TV Pforzheim 2 5 -25
6 TSV Handschuhsheim 2 5 +16
7 RK Heusenstamm 2 0 -48
8 SC Neuenheim 2 0 -140

 

Rugby-Bundesliga Süd/West 3. Spieltag
Dienstag, 3. Oktober 14 Uhr SC Neuenheim – Neckarsulmer SU
14 Uhr SC Frankfurt 1880 – TV Pforzheim
15 Uhr TSV Handschuhsheim – RG Heidelberg
15 Uhr RK Heusenstamm – Heidelberger RK